Besser streiten
Das Forum für Streitkultur erforscht und vermittelt, wie konstruktiver Streit gelingen kann – im privaten Gespräch, in zivilgesellschaftlichen Kontexten oder im öffentlichen Raum.
Unsere Mission
Demokratische Gesellschaften sind auf Streit angewiesen. Sie leben davon, dass unterschiedliche Überzeugungen öffentlich vertreten, geprüft und kritisiert werden können. Doch diese Praxis gerät zunehmend unter Druck.
Digitale Öffentlichkeiten beschleunigen Empörung, vereinfachen komplexe Sachverhalte und begünstigen die Verbreitung von Desinformation. Polarisierung nimmt zu, Gesprächsräume fragmentieren, und wechselseitiges Misstrauen wächst. Kontroversen eskalieren schneller oder werden aus Angst vor Konflikten gar nicht mehr geführt.
Dabei ist Streit kein Problem, das es zu vermeiden gilt. Er ist eine soziale und epistemische Praxis, die gelernt, reflektiert und gestaltet werden kann.
Ziel unserer Arbeit ist es, die Kompetenzen zu stärken, die für konstruktive Auseinandersetzungen erforderlich sind.
Wir arbeiten auf vier Ebenen:
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Forschung
Wir erforschen die strukturellen Herausforderungen eines gelingenden Diskurses, analysieren Fallstricke, rekonstruieren gesellschaftliche Debatten und analysieren gesellschaftlich relevante Argumentationen.
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Öffentlichkeit
Die Ergebnisse unserer Forschung tragen wir in die breitere Öffentlichkeit, indem wir uns aktiv in öffentliche Diskurse einbringen: durch Publikationen, Vorträge, die Teilnahme an Panels und Medienauftritte.
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Workshops
In Workshops vermitteln wir Techniken des konstruktiven Streits. Dabei bedienen wir uns wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Argumentationstheorie, Diskursethik und der angewandten Erkenntnistheorie .
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Beratung
Wir beraten Institutionen zu Fragestellungen rund um das Thema „konstruktiver Diskurs“, etwa bei der Konzeption von Debattenformaten oder der Gestaltung herausfordernder Diskurs-Situationen.
Über uns
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Ass.-Prof. Dr. David Lanius
GRÜNDER
David ist Assistenzprofessor am Fachbereich Philosophie der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf strategischer Unbestimmtheit in Recht und Politik, Populismus, Fake News und den Möglichkeiten und Grenzen von konstruktivem Diskurs.
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Dr. Romy Jaster
GRÜNDERIN
Romy ist Philosophin am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität und Sprecherin des DFG Schwerpunktprogramms „Rethinking Disinformation“ (Re:DIS). Sie forscht zu Desinformation, insbesondere Fake News, Verschwörungstheorien und politischem Bullshit; außerdem zu Fähigkeiten, Willens- und Wissenschaftsfreiheit.